Bahnhofareal Liestal

Die neue Dimension als Tor zur Stadt

Die SBB und die Stadt Liestal wollen gemeinsam das Bahnhofareal Liestal zu einem ganztägig belebten Quartier entwickeln. Dafür sind im Rahmen des Quartierplans Bahnhofcorso ein neues Bahnhofgebäude, ein Bürohaus und ein Hochhaus geplant. Der Emma-Herwegh-Platz soll zu einem attraktiven öffentlichen Raum aufgewertet werden.

Das neue Bahnhofgebäude schafft als ansprechender Ankunftsort eine Adresse für die Kantonshauptstadt Liestal – für Bewohner, Pendler und touristisch Reisende. Es verknüpft den öffentlichen Nah- und Fernverkehr mit dem Individualverkehr. Prägend für die Entwicklung des Bahnhofareals sind eine helle und transparente Architektur, attraktive Begegnungsräume, eine optimale Lenkung der Personenströme und ausreichend hindernisfreie Zirkulationsflächen.

 

Ausgangslage

Der SBB Bahnhof Liestal entwickelte sich in den letzten Jahren zur Verkehrsdrehscheibe des oberen Baselbiets. Deshalb plant die SBB umfassende Massnahmen bei der Infrastruktur, um das Angebot zu verbessern und die Kapazitäten zu erhöhen.

Das Erscheinungsbild, die Kundenfreundlichkeit und die Funktionalität des Bahnhofs entsprechen nicht mehr den Bedürfnissen und dem Stellenwert einer Kantonshauptstadt.

Die SBB will den Kundinnen und Kunden eine angenehme Aufenthaltszone mit attraktiven öffentlichen Räumen bereitstellen und ihnen einen angemessenen Dienstleistungs- und Einkaufsmix (SBB Dienstleistungen, Verpflegung und Waren des täglichen Bedarfs anbieten. Büro-  und Wohnraum sowie medizinische und weitere Dienstleistungen runden diesen Mix ab.

Blick vom Wetterchrüz Richtung Bahnhof auf die im Quartierplan Bahnhofcorso geplanten Baubereiche (Höhe Hochhaus 51m mit Grundfläche ca. 40 m x 22 m bei maximal 12‘500 m² BGF).
Blick vom Erzenberg (Weissfluhweg) Richtung Bahnhof auf die im Quartierplan Bahnhofcorso geplanten Baubereiche, Variante 1: Höhe Hochhaus 51m mit Grundfläche ca. 40 m x 22 m bei maximal 12‘500m² BGF
Blick vom Erzenberg (Weissfluhweg) Richtung Bahnhof auf die im Quartierplan Bahnhofcorso geplanten Baubereiche, Variante 2: Höhe Hochhaus 57 m mit Grundfläche ca. 35,5 x 22 m bei maximal 12‘500m² BGF

Planung

Die Planungen für das Bahnhofareal

Die Arealentwicklung im Bahnhofbereich sieht im Rahmen des Quartierplans Bahnhofcorso folgende neue Gebäude vor:

  • ein neues Bahnhofgebäude (Baubereich C) mit Flächen für SBB Dienstleistungen sowie sonstige Dienstleitungsflächen. Als potenzielle Mieterin konnte die SBB hier das Kantonsspital Baselland gewinnen und hat mit diesem eine Absichtserklärung unterzeichnet. Das Kantonsspital prüft den Aufbau einer Gesundheitseinrichtung am Bahnhof Liestal, um die Bedürfnisse der Bevölkerung abzudecken und eine optimierte Versorgung zu garantieren. Der Bau des neuen Bahnhofgebäudes erfolgt in Abhängigkeit mit dem Bauablauf des Infrastrukturprojektes Vierspurausbau mit einer gleichzeitigen Inbetriebnahme Ende 2025.
  • ein neues Gebäude (Bürohaus) auf dem Baubereich B (neben dem neuem Bahnhofgebäude) mit Verkaufs- und Dienstleistungsflächen als mögliche Nutzungen.
  • ein neues Gebäude (Hochhaus, max. 57 m hoch) auf dem Baubereich A mit Dienstleistungsflächen, Wohnungen als auch Bildungseinrichtungen als mögliche Nutzungen.

Der Emma-Herwegh-Platz wird zu einem attraktiven öffentlichen Raum und Aufenthaltsbereich aufgewertet.

Baubereich A

 

Mögliche Nutzung

Büros, Dienstleistungen und Gastronomie.
150 Parkplätze für alle Gebäude.

 

Bruttogeschossfläche in m²

12.500 m²

Baubereich B

 

Mögliche Nutzung

Büros, Dienstleistungen und Gastronomie-
und Wohnen.

 

Bruttogeschossfläche in m²

3.000 m², davon ca. 400 m² Verkauf

Baubereich C

 

Mögliche Nutzung

Bahndienstleistungen, Ambulatorium des
Kantonsspitals Basel Land, Verkauf und
Gastronomie.

 

Bruttogeschossfläche in m²

5’500 m², davon 500 m² Verkauf und
ca. 500 m² SBB

Das direkt am Bahnhofperron gelegene Kulturhaus Palazzo im Besitz der Kulturhaus Palazzo AG bleibt bestehen. Es bleibt von der Arealentwicklung der SBB unberührt, die SBB plant keine baulichen Massnahmen an diesem Gebäude.

Ende April 2016 haben Vertreter der SBB und der Stadt Liestal das Siegerprojekt für das Bahnhofgebäude (Baubereich C)und das Gebäude Baubereich B präsentiert. Der Wettbewerb wurde erfolgreich abgeschlossen und zeigt das grosse Potenzial rund um den Bahnhof auf.

Die Jury bestand aus internen und externen Fach- und Sachjuroren. Sie empfahl einstimmig, das Projekt «Le Mur du Quai» weiterzuverfolgen und den Verfasser Burkard Meyer Architekten aus Baden mit der weiteren Planung zu beauftragen. Ausschlaggebend für den Sieg dieses Projekts waren die gelungene Ensemblewirkung und der überzeugende Entwurf eines modernen Bahnhofgebäudes.

Botschaften

Die Entwicklung und Stadtanbindung des Bahnhofareals

  • Mit der Annahme des Quartierplans Bahnhofcorso macht die Liestaler Bevölkerung den Weg frei für ein neues Bahnhofgebäude und zur Entwicklung des Bahnhofareals – hin zu einem attraktiven Ankunftsort und ganztägig belebten Quartierteil. Dieser erfüllt die heutigen und künftigen Ansprüche der Kunden und der Stadt Liestal.
  • Wer „Ja“ sagt zum Quartierplan, sagt „Ja“ zur Neugestaltung des Emma Herwegh-Platzes: Die Arealentwicklung steht nicht nur für neue Gebäude, sondern auch für attraktive öffentliche Räume. Diese verbinden das Areal mit der kantonalen Verwaltung und der Altstadt und sind attraktiver Aufenthaltsraum für Reisende wie Anwohner. Velofahrer finden hier neue Abstellplätze für ihre Zweiräder.
  • Die Verkehrsströme auf dem Bahnhofareal werden entflechtet und neu organisiert, wodurch das Umsteigen auf die verschiedenen Verkehrsmittel erleichtert wird.
  • Die gleichzeitige Realisierung des neuen Bahnhofgebäudes und des Projektes Vierspurausbau bringt wertvolle Synergien für Anwohner und Reisende: weniger Fahrplaneinschränkungen dank weniger Gleissperrungen, weniger Nachtarbeit und weniger Lärm, Staub und Bahnersatz als bei Umsetzung in mehreren Schritten.
  • Bei der Entwicklung des Bahnhofareals stehen als Nutzungen Dienstleistungen und Wohnen im Vordergrund. Es wird keine Einkaufsmeile entstehen, die das Stedli konkurriert. In den Erdgeschossen des Bahnhof- und des Bürogebäudes sind ein Gastronomiebetrieb und Angebote an Gütern des täglichen Bedarfs vorgesehen. Die kommerziellen Flächen betragen mit knapp 900 m² weniger als 5% der geplanten  Bruttogeschossfläche.
  • Das neue Bahnhofgebäude ist ausschliesslicher Bestandteil der Arealentwicklung und somit Teil des Quartierplans. Die Projekte Vierspurausbau/Wendegleis beinhalten weder einen Neubau, einen Umbau, noch ein Sanierung des Bahnhofgebäudes in Liestal. Die SBB hätte rechtlich gar keine Möglichkeit, diese für den Bahninfrastrukturausbau reservierten Bundesgelder in das Bahnhofgebäude zu investieren.
  • Der Quartierplan Bahnhofcorso steigert die wirtschaftliche Attraktivität von Liestal – dank dem möglichen Nutzungsmix und der hervorragenden Anbindung an den öffentlichen Verkehr.
  • Die Höhe des Hochhauses auf dem Baubereich A steht in Zusammenhang mit der möglichen Gebäudegrundfläche, da die Bruttogeschossfläche maximal 12‘500m² beträgt. Im Quartierplan ist eine Grundfläche von 40 m x 22 m (Länge x Breite) vorgesehen. Dies ergibt bei 14 Geschossen und einem überhohen Erdgeschoss eine Gebäudehöhe von ca. 51 m (inkl. Dachaufbau). Würde das Gebäude 57 m hoch gebaut (maximal zulässige Höhe gemäss Quartierplan), müsste die Grundfläche entsprechend reduziert werden.
  • Für die SBB ist der Quartierplan Bahnhofcorso ein in sich stimmiges Ensemble. Ein Herausbrechen des Hochhauses (Baubereich A) ist deshalb keine Option.

Videobotschaft von Alexander Muhm, Leiter Development bei SBB Immobilien

 

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